Betoninstandsetzung

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Agnesburgtunnel
Das Bauwerk Agnesburgtunnel, gelegen auf der Bundesautobahn A7 zwischen Ulm und Würzburg, wurde als zweiröhrige Tunnelanlage 1987 für den Verkehr freigegeben. Schäden am Bauwerk infolge des Eindringens von Chloriden zeigten sich in Form von Korrosion an der Bewehrung, Abplatzungen von Betonteilen, sowie an Ablösungserscheinungen des aufgebrachten Tunnelanstrichs.
Zur Umsetzung der festgelegten sicherheitstechnischen Anforderungen ist zeitgleich eine umfangreiche elektromaschinelle Adaptierung der zwei Röhren und eine konstruktive Betoninstandsetzung samt Erneuerung des Tunnelanstrichsystems vorgesehen.
 
Anstelle eines konventionellen Anstrichsystems ist am Agnesburgtunnel weißer Spritzmörtel, entwickelt in unserem Forschungsprojekt „Tunnelauskleidung mit geschliffenem Spritzmörtel“ als technische und wirtschaftliche Alternative zum Einsatz gekommen.
 
War ursprünglich der Einsatz unserer Tunnelulmenschleifmaschine zur Herstellung von homogenen Spritzmörteloberflächen nicht vorgesehen, so konnten wir im November unsere konstruierte Tunnelulmenschleifmaschine doch für Probeflächen zum Einsatz bringen und unserem Auftraggeber das Ergebnis der geschliffenen Oberflächen schmackhaft machen.
Die Letztentscheidung, ob der gesamte Tunnel geschliffen werden soll, steht zu diesem Zeitpunkt noch aus.

Oktober 2012 bis Dezember 2015
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Trappentreutunnel (D)
Der Trappentreutunnel befindet sich ca. 3 km westlich vom Münchner Stadtzentrum entfernt. Als Teil des Mittleren Rings ist der Trappentreutunnel einer der meistbefahrenen Tunnel in München mit ca. 135.000 Fahrzeugen pro Tag. Über die Jahre hat das Tausalz dem Beton stark zugesetzt, Risse mit einem Durchmesser von bis zu 0,2 Millimeter Breite und ein Gutachten, das Chlorid im Tauwasser nachweist, machen eine umfassende Betonsanierung angefangen vom HDW- Betonabtrag und der Sanierung der darunterliegenden Bauteile bis zum Aufbau einer neuen Oberfläche für unumgänglich.
Im Zuge der Instandsetzung wird der Tunnel auch technisch nachgerüstet und betreffend elektronischer Verkehrsleitsysteme, sowie Sicherheits- und Brandschutztechnik auf den neuesten Stand gebracht.  Baubeginn ist im April 2014 mit der ersten Verkehrsumlegung, im Juni beginnt schließlich der Hauptteil der Jungerleistung.


April 2014 bis Jänner 2015
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Bosrucktunnel (OÖ/Stmk)
Der Bosrucktunnel befindet sich im Grenzbereich zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Die Transitroute über dem Pyhrn gehört zu den wichtigsten Transitrouten. Des Weiteren stellt der Bosrucktunnel die Verbindung zwischen den Industriezentren Graz und Linz dar. Die Oströhre wurde am 21.10.1983 eröffnet und ist heute, 30 Jahre später aufgrund von Schäden an der Zwischendecke sowie der Fahrbahn general instand zu setzen.
Juni 2013 bis November 2015
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Rommelkaserne (D)
Das zu sanierenden Objekt ist eine Unterstellhalle für Panzer und befinden sich am nordöstlichen Kasernengelände der Bundeswehr in Dornstadt-Rommelkaserne (Deutschland). Die Halle wurde aufgrund des vorhandenen Bauzustandes für jegliche Nutzung gesperrt. Daher mussten sämtliche Betonoberflächen der Stützen und Binder saniert werden, ebenso die Risse und Abplatzungen in den Giebelwänden, Anprallsockel und im Bodenbereich.
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Nordumfahrung (Kärnten)
Beim 2013 begonnenen Bauvorhaben „Nordumfahrung Klagenfurt“ wurden die Tunnels auf der A2 nördlich von Klagenfurt (Ehrentalerbergtunnel, Unterflurtrasse Lehndorf, Unterflurtrasse Trettnig und Falkenbergtunnel) hinsichtlich baulicher und elektromaschineller Maßnahmen generalsaniert. Eine Sanierung erfolgt unter Sperre einer Richtungsfahrbahn und Gegenverkehrsbetrieb in der jeweils anderen Tunnelröhre.
 
Die Erneuerung der gesamten Tunnelkette Nordumfahrung Klagenfurt wurde in zwei Phasen abgeschlossen. Die erste Bauphase (Sanierung der Richtungsfahrbahn Wien) wurde im Juni 2014 erfolgreich und termingerecht vor der großen Urlauberwelle fertiggestellt. 
Nach der Sommerpause begann dann planmäßig die zweite Bauphase,  wo noch bis Mai 2015 die Richtungsfahrbahn nach Italien ausgebessert wurde.

August 2013 bis Mai 2015
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Stützmauer Kienlesbergstraße (D)
Das zu sanierenden Objekt ist eine Stützwand entlang der Kienlesbergstraße die erhebliche Schäden und Mängel aufweist. Zur Erhaltung des Bauwerkes und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit sind diverse Instandsetzungsarbeiten auszuführen.